Neues Leben für den Glockensee

Seit ca. 2 Jahren besteht nun der See an der B 188 gegenüber vom neuen Klinikum, dem er auch seine Gründung zu verdanken hat, denn der Aushub wurde für den Bau des Krankenhauses benötigt. Diesen See hat der Angler-Sportverein Gifhorn 2012 von der Stadt gepachtet und als Artenschutzgewässer deklariert – Angeln verboten! Und in Anlehnung an die Freiheitsglocke des Mühlenmuseums hat der Verein dieses neue Gewässer „Glockensee“ getauft. Am vergangenen Freitag wurde der Grundstein für dieses Artenschutzgewässer gelegt: 75 Teichmuscheln und rund 1200 Moderlieschen sowie etliche Gründlinge fanden hier ihre neue Heimat.

Im Frühjahr folgen noch Bitterlinge, die als Fortpflanzungsgrundlage auf die Teichmuscheln angewiesen sind. Später werden noch Karauschen und Weißfische eingesetzt, damit eine gute Artenvielfalt gewährleistet ist. Lieferant der Muscheln und Fische ist der Fischzuchtbetrieb Lübbe aus Bargfeld. Der Inhaber Karl Lübbe ließ es sich nicht nehmen und überbrachte persönlich den Erstbesatz für den Glockensee. Und nicht nur das – er schenkte dem ASV Gifhorn Muscheln und Fische als Dank für die gute Zusammenarbeit mit dem Verein. Schließlich kauft der ASV Gifhorn jährlich für rund 20.000 € Fischbesatz bei Fa. Lübbe und investiert damit rund 25% aller Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen in neues Leben für Aller, Ise, Waldsee, Schloßsee, Maikampsee und Aller-Kanal. "Für dieses Jahr ist nun der Fischbesatz abgeschlossen", so Gewässerwart Thorsten Wieck, der zusammen mit Jürgen Wagner und Heinz Merten die Muscheln und Moderlieschen behutsam in den Glockensee einsetzte. "Wir werden nun sehr genau die Entwicklung der Fische in diesem Gewässer beobachten und hoffen sehr, daß sich ein guter Bestand aufbauen wird!"

 

Karl-Heinz Gose

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