ASV tätigt Fischbesatz über 22.000 €

Thorsten Wieck beim vorsichtigen Einsetzen von Zandernachwuchs in den Schloßsee
Thorsten Wieck beim vorsichtigen Einsetzen von Zandernachwuchs in den Schloßsee

Neues Leben für Gifhorner Gewässer. Auf der Jahreshauptversammlung im Frühjahr stellte Thorsten Wieck, Gewässerwart des Angler-Sportverein Gifhorn e.V., den Mitgliedern seinen Besatzplan 2014 vor – und fand breite Zustimmung für die Investition in viele Zentner Fischnachwuchs für Aller, Ise, Schloßsee, Waldsee, Maikampsee und Aller-Kanal. Lieferant für den schuppigen Nachwuchs ist seit Jahren Fischzuchtmeister Karl Lübbe aus Bargfeld, der im Herbst mit dem Abfischen seiner Teiche beginnt und damit den Startschuß für Thorsten Wieck und etliche Helfer der Gewässergruppe gibt. Aufgrund der ausgewerteten Fangkarten des Vorjahres der ASV- Mitglieder ermitteln die Gewässerwarte, was in den einzelnen Flußstrecken und Seen gefangen, also dem Gewässer entnommen wurde.„ Leider sind die Gewässer seit Jahrzehnten nicht mehr in der Lage, einen gesunden Fischbestand aus eigener Kraft zu regenerieren – eine schlechte Wasserqualität, fehlende Fischtreppen, und Schädigungen durch Kormorane muß der Mensch auszugleichen versuchen“, so Thorsten Wieck,“ und das kostet viel Geld, unsere Arbeitszeit nicht eingerechnet!“


Es ist beachtlich, was nur der ASV Gifhorn jährlich an Fischnachwuchs einbringt: 36 Zentner Karpfen, 17 Zentner Schleien, 2500 Stck. Hechte, 650 Stck. Zander, 11 Zentner Rapfen, Aland und Döbel sowie ca. 3000 kleine Aale, die bereits im Frühjahr geliefert wurden. Besonders zu erwähnen sind die ca. 1000 Bitterlinge, die ebenfalls letzten Freitag ihre neue Heimat im Glockensee am Mühlenmuseum gefunden haben. „Letztes Jahr hat uns Fa. Lübbe die Teichmuscheln für den Glockensee gespendet und jetzt kommen die Bitterlinge dazu. Diese Kleinfischart steht auf der roten Liste, ist also vom Aussterben bedroht, und benötigt für die Fortpflanzung eine Teichmuschel, in die sie ihre Eier ablegen kann.


Wir haben im Glockensee nun alle Voraussetzungen geschaffen, möglichst viele Bitterlinge heranzuziehen und diese dann in andere Gewässer einzubringen!“ führt Thorsten Wieck mit sichtbarer Freude weiter aus. Fast der gesamte Besatz für 2014 ist dieser Tage angeliefert worden – die letzten Zander kamen vergangenen Freitag und fanden eine neue Heimat im Schloßsee. Die Angelsaison ist zu Ende, es kehrt Ruhe in die ASV-Vereinsgewässer ein, die der neue Fischbesatz auch dringend benötigt, muß er sich doch erst an das neue Gewässer gewöhnen, bevor es Winter wird.


Karl-Heinz Gose


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