Neues Leben für Gifhorner Gewässer: ASV  tätigt Fischbesatz für über 22.000 €

Thorsten Wieck beim vorsichtigen Einsetzen von Zandern in den Schloßsee
Thorsten Wieck beim vorsichtigen Einsetzen von Zandern in den Schloßsee

Auf der Jahreshauptversammlung im Frühjahr stellte Thorsten Wieck, Gewässerwart des Angler-Sportverein Gifhorn e.V., den Mitgliedern seinen Besatzplan 2015 vor – und fand breite Zustimmung für die Investition in viele Zentner Fischnachwuchs für Aller, Ise, Schloßsee, Waldsee, Maikampsee und Aller-Kanal. Lieferant für den schuppigen Nachwuchs ist seit Jahren Fischzuchtmeister Karl Lübbe aus Bargfeld, der im Herbst mit dem Abfischen seiner Teiche beginnt und damit den Startschuß für Thorsten Wieck und etliche Helfer der Gewässergruppe gibt. Aufgrund der ausgewerteten Fangkarten des Vorjahres der ASV- Mitglieder ermitteln die Gewässerwarte, was in den einzelnen Flußstrecken und Seen gefangen, also dem Gewässer entnommen wurde. „Leider sind die Gewässer seit Jahrzehnten nicht mehr in der Lage, entnommenen oder abgewanderten Fisch aus eigenem Vermögen zu regenerieren, fehlende Fischtreppen, schlechte Gewässerstrukturen und Schädigungen durch Kormorane muß der Mensch auszugleichen versuchen“, so Thorsten Wieck,“ und das kostet viel Geld, unsere Arbeitszeit nicht eingerechnet!“ Es ist beachtlich, was nur der ASV Gifhorn jährlich an Fischnachwuchs einbringt: 33 Zentner Karpfen, 20 Zentner Schleien, 3500 Stck. Hechte, 5 Zentner Zander, 7 Zentner Forellen und ca. 7000 Stck. kleine Aale, die bereits im Frühjahr geliefert wurden. Besonders zu erwähnen sind 300 Zander, die zum Jahresende im Schloßsee eine neue Heimat gefunden haben.“ Mit einem Stückgewicht von ca. 800 Gramm sind sie sehr widerstandsfähig und haben beste Chancen, im Schloßsee gut ab zuwachsen“ so Thorsten Wieck,“ und das ganze nächste Jahr ist dieses Gewässer für jegliches Angeln gesperrt, also absolute Ruhe auch für die Zander, deren Bestand kräftig aufgebaut werden soll!“ . Die Angelsaison ist zu Ende, es kehrt Ruhe in die ASV-Vereinsgewässer ein, die der neue Fischbesatz auch dringend benötigt, muß er sich doch erst an das neue Gewässer gewöhnen, bevor es Winter wird.

 

Karl-Heinz Gose

 

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